Es regnet in Strömen und einige ‘Möchtegern-Rennfahrer’, ‘Edelkarossen-Fahrer’ und ‘Topmanager’ drücken aufs Gas. Ihr ahnungslosen Idioten, habt ihr noch nie etwas von Aquaplanig gehört?
Nur weil ihr einen fetten BMW, Audi, Merc oder sonst irgend ein schweres Auto fährt das min. 220iger Reifen drauf hat, glaubt ihr, ihr könnt blochen. Falsch gedacht! Wenn ihr auf der Autobahn mit 120 km/h in die Leitplanke fährt, euch 7 mal überschlägt und schwerverletzt mit der Rega ins Spital geflogen werdet und den Rest eures Lebens mit Röhrchen im Mund auf einem ferngesteuerten Rollstuhl verbringt. Ist mir das Wurscht! Aber da ihr ja im grössten Abendverkehr wie die Sau fährt ist es mir alles andere als egal.
Damit ihr dummen Arschlöcher versteht um was es eigentlich geht, hier eine kurze Info über Aquaplaning:
1. Aquaplaning hat mit Physik zu tun. Egal wieviel PS oder welche Top Reifenmarke ihr drauf habt, Aquaplaning gilt für alle!
2. Ein Auto fährt auf der Strasse dank Reibung. Je höher der Reibungskoeffizient zwischen Strasse und Reifen desto besser hält der Wagen (Beschleunigung, Bremsen, Kurven, etc.)
Merke:
Trocken = höherer Reibungskoeffizient = bessere Haftung
Nass = kleinerer Reibungskoeffizient = schlechtere Haftung
3. Ein “normaler” Reifen hat Rillen, diese sind nicht zur Show da, sondern für einen ganz bestimmten Zweck, um Wasser zu verdrängen.
4. Wenn es regnet, liegt Wasser auf der Fahrbahn. Nun kommt ihr angebraust und eure
Reifen verdrängen das Wasser. So weit verstanden? Gut.
Wenn nun ganz viel Wasser da ist, kann der Reifen nicht alles verdrängen (durch die Rillen abführen) somit schiebt er das Wasser vor sich her. Das gleiche passiert auch wenn wenig Wasser da ist, aber ihr viel zu schnell fährt.
5. Wenn der Reifen nicht alles Wasser verdrängen kann und es vor sich herschiebt, entsteht ein “Wasser-Keil” vor dem Reifen und hebt den Wagen in die Luft (egal ob Jeep, BWM, Merc, etc.). Genau zu diesem Zeitpunkt verliert der Wagen die Bodenhaftung zwischen Strasse und Reifen.
Ergo:
Ihr könnt nicht lenken, bremsen, etc. Das nennt man Aquaplaning!
Merke:
Je breiter der Reifen desto mehr Wasser muss er verdrängen.
Je weniger Profil ihr auf dem Reifen habt, desto schlechter kann er das Wasser verdrängen.
Je schneller ihr fährt, desto mehr Wasser muss er verdrängen.
Es gibt keine Faustregel für das Tempo auf nasser Fahrbahn. Die generelle Regel lautet: langsam fahren!
Wenn ihr merkt das der Wagen “abbremmst” habt ihr Aquaplaning. Wenn ihr merkt das ihr auf die Seite rutscht, habt ihr Aquaplaning. Wenn ihr im Spital aufwacht, hattet ihr einen Aquaplaning-Unfall.
Und bitte, wenn ihr merkt “ah 120 km/h passt, gib ihm” verlasst euch nicht drauf, denn der Asphalt auf der Autobahn ist nicht immer gleich. Es gibt immer stellen wo mehr Wasser auf der Fahrbahn liegt, zudem verursachen Lastwagen Spurrinnen wo sich das Wasser sammelt und ruck-zuck habt ihr Aquaplaning und küsst die Leitplanke.
Ich hoffe das war einfach genug und jedes Arschloch hat das verstanden!
Letzte Kommentare